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Wie viel Speicher
braucht Ihre Sicherung?

Datensicherung scheitert selten am Willen und fast immer daran, dass niemand ausgerechnet hat, was sie kostet. Tragen Sie Ihre Datenmenge ein — Sie bekommen einen Plan nach der 3-2-1-Regel, den Speicherbedarf heute und in fünf Jahren und die Kosten je Variante. Darunter: alles, was Sie über Medien, Versionen und den Wiederherstellungstest wissen sollten — jede Zahl mit Quelle.

1,36 %
der Festplatten fielen 2025 aus — bei 344.196 beobachteten Laufwerken
Backblaze Drive Stats 2025, Stand 12.02.2026
950
angezeigte Ransomware-Angriffe in Deutschland binnen eines Jahres, 80 % davon auf kleine und mittlere Betriebe
BSI-Lagebericht 2025, Zeitraum 07/2024–06/2025
33 %
der privaten Computer- und Smartphone-Nutzer machen überhaupt keine Backups
Bitkom-Umfrage, 08.02.2024
18 %
wissen, wie sie Daten aus ihrem Backup wiederherstellen
Bitkom-Umfrage, 08.02.2024
Externe Festplatte in orangefarbener Schutzhülle liegt vor einem aufgeklappten Laptop auf einem Holztisch Foto: Markus Spiske (CC0) · Quelle

Die beste Sicherung läuft von selbst — und wird trotzdem regelmäßig vom Rechner getrennt.

Der Planer

Ihre Daten, Ihr Plan

Vier Angaben genügen. Preise sind Richtwerte vom September 2026 und lassen sich anpassen; die Rechnung läuft nur in Ihrem Browser.

Kosten über fünf Jahre — gewählte Variante

Daten heute
In fünf Jahren
Je Sicherungskopie
mit Versionsständen
Speicher kaufen
je Kopie, aufgerundet
Kosten je Variante über fünf Jahre (Kopie 2 im Haus ist in beiden gleich)
VarianteKopie 2 (im Haus)Kopie 3 (außer Haus)Summeje Monat

    Modellrechnung: Wachstum wird als Zinseszins über fünf Jahre gerechnet, der Versionsfaktor auf die Datenmenge in fünf Jahren angewendet, der Speicher auf volle Terabyte aufgerundet. Cloud-Kosten = TB × Monatspreis × 60 Monate. Bei Wechselplatten werden zwei Platten angesetzt, damit immer eine außer Haus liegt. Stromkosten, NAS-Gehäuse und Ersatz defekter Platten sind nicht enthalten.

    Das Prinzip

    Die 3-2-1-Regel in Bildern

    Scrollen Sie durch die vier Schritte — links (auf dem Handy: oben) wächst die Sicherung mit.

    Original Kopie 2 Kopie 3 3 Kopien — das Original zählt mit Festplatte / NAS Cloud / Band 2 verschiedene Medien — nicht zwei Platten aus einer Charge Zu Hause: Kopie 1 + 2 Außer Haus: Kopie 3 1 Kopie an einem anderen Ort — gegen Brand, Wasser, Einbruch Rechner Offline · unveränderlich +1 Kopie, die kein Trojaner erreicht
    Schritt 1

    Drei Kopien

    Das Original auf Ihrem Rechner plus zwei Sicherungen. Warum zwei? Weil eine einzelne Kopie genau dann ausfällt, wenn Sie sie brauchen: Sicherungsplatten altern wie alle anderen, und beim Zurückspielen merken viele erst, dass die Kopie unvollständig war. Zwei Sicherungen machen aus einem Ärgernis keine Katastrophe.

    Schritt 2

    Zwei verschiedene Medien

    Nicht zwei Platten aus derselben Charge, die denselben Fertigungsfehler teilen. Rechner plus externe Platte, NAS plus Cloud, Platte plus Band — Hauptsache, ein Fehlertyp (Überspannung, Firmware-Bug, Feuchtigkeit) trifft nicht beide.

    Schritt 3

    Eine Kopie außer Haus

    Cloud, eine Platte im Büro oder bei Verwandten, ein Bankschließfach. Das deckt die Fälle ab, in denen alle Geräte in der Wohnung gleichzeitig verloren gehen: Brand, Wasser, Einbruch, Blitzschlag. Das BSI rät ausdrücklich, physische Medien „an einem anderen Ort" aufzubewahren.

    Bonus

    Eine Kopie offline oder unveränderlich

    Die moderne Ergänzung (oft „3-2-1-1-0" genannt): Eine Kopie ist nach dem Sichern vom Netz getrennt oder so gespeichert, dass niemand sie nachträglich ändern kann. Genau das empfiehlt das BSI gegen Ransomware — und die „0" steht für null Fehler beim Wiederherstellungstest.

    Wissen

    Was Sie über Datensicherung wissen sollten

    Sieben Kapitel, jede Zahl mit Quelle und Stand. Lesezeit rund zehn Minuten.

    Wovor ein Backup schützt: Hardware, Ransomware, Versehen

    Drei Dinge zerstören Daten regelmäßig — und keines davon kündigt sich an. Das erste ist schlicht Verschleiß. Backblaze, ein Cloud-Anbieter, der seit 13 Jahren die Ausfälle seiner eigenen Festplatten veröffentlicht, meldet für 2025 eine annualisierte Ausfallrate von 1,36 % über 344.196 Laufwerke (2024: 1,55 %; über die gesamte Laufzeit 1,30 %). Im ersten Quartal 2026 lag die Quartalsrate bei 1,24 %. Das klingt wenig, ist aber eine Rate pro Jahr: Wer fünf Jahre lang eine einzelne Platte mit seinen Fotos betreibt, trägt ein Ausfallrisiko von grob 6–7 % (eigene Rechnung: 1 − 0,9864⁵ ≈ 6,6 %). Und das sind Werte aus klimatisierten Rechenzentren mit sanfter Behandlung, nicht aus Rucksäcken und Schubladen.

    Das zweite ist Ransomware: Schadsoftware, die alle erreichbaren Dateien verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Der BSI-Lagebericht 2025 zählt für den Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 950 angezeigte Ransomware-Angriffe in Deutschland — bei einem Dunkelfeld, das das BSI selbst als um ein Vielfaches größer beschreibt — und stellt fest, dass 80 % der Betroffenen kleine und mittlere Unternehmen waren. Hinzu kommen im Schnitt 119 neue Schwachstellen pro Tag (+24 % gegenüber dem Vorjahr), durch die solche Angriffe überhaupt erst ins System kommen. Für Privathaushalte gibt es keine vergleichbare Statistik, aber dieselbe Technik: Ein Anhang, ein Klick, und die Fotos der letzten zehn Jahre sind ein verschlüsselter Haufen Bytes.

    Das dritte ist das Versehen — die falsche Datei gelöscht, der falsche Ordner überschrieben, das Handy in die Waschmaschine. Laut Bitkom-Umfrage vom Februar 2024 hat ein Fünftel der Befragten schon einmal Daten verloren, weil kein Backup existierte; gleichzeitig geben 33 % an, überhaupt keine Sicherungen zu machen, und nur 45 % sichern regelmäßig. Der Cybersicherheitsmonitor 2025, auf den sich das BSI zum World Backup Day 2026 beruft, ist noch ernüchternder: Nur ein Fünftel der Internetnutzerinnen und -nutzer legt regelmäßig ein Backup an.

    1,36 %
    Jahresausfallrate Festplatten 2025 (Rechenzentrum)
    Backblaze, 02/2026
    119
    neue Schwachstellen pro Tag, +24 % zum Vorjahr
    BSI-Lagebericht 2025
    20 %
    haben schon Daten verloren, weil kein Backup existierte
    Bitkom, 02/2024
    1/5
    der Internetnutzer sichern regelmäßig
    CyMon 2025 via BSI, 03/2026
    Drei externe Festplatten mit angeschlossenen USB-Kabeln, aufeinandergestapelt auf einem Holztisch

    Voll, inkrementell, differenziell — der Unterschied

    Eine Vollsicherung kopiert alles. Sie ist am einfachsten zurückzuspielen, braucht aber am meisten Platz und Zeit. Eine inkrementelle Sicherung kopiert nur, was sich seit der letzten Sicherung geändert hat — schnell und sparsam, aber zum Wiederherstellen brauchen Sie die Vollsicherung plus jedes Inkrement in der richtigen Reihenfolge; fehlt eines, ist die Kette gerissen. Die differenzielle Sicherung kopiert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat: Jede Sicherung wird etwas größer, dafür reichen zum Wiederherstellen Vollsicherung plus die jüngste Differenz.

    Genau so beschreibt es auch das BSI in seiner Verbraucherinformation: Vollsicherung gleich langsam, aber einfache Wiederherstellung; inkrementell gleich schnell, aber sequenzielle Wiederherstellung; differenziell als Mittelweg. In der Praxis müssen Sie das selten entscheiden — Time Machine, der Windows-Dateiversionsverlauf und die meisten Backup-Programme arbeiten inkrementell mit Versionsverlauf und verstecken die Kette hinter einer Oberfläche, in der Sie einfach ein Datum anklicken. Wichtig ist nur: Ein Programm, das nur den letzten Stand spiegelt, ist Synchronisation, kein Backup.

    Medien im Vergleich: externe Festplatte, NAS, Cloud, Band

    Es gibt kein bestes Medium, nur die beste Kombination. Die Tabelle zeigt, wofür sich welches eignet. Preise sind Momentaufnahmen: Festplatten haben sich seit der „Speicherkrise" 2025/26 stark verteuert — laut Preiserhebung von PC Games Hardware kosteten sie im August 2026 33 bis 52 € je Terabyte, 129 % mehr als vor der Krise, und liegen damit bei etwa einem Drittel des SSD-Niveaus. Der Planer rechnet deshalb mit 40 €/TB als Vorgabe.

    Speichermedien für die Datensicherung im Vergleich (Stand 10.09.2026; Preise nur, wo belegt)
    MediumKostenLebensdauer / HaltbarkeitStärkenSchwächen
    Externe Festplatte33–52 € je TB (PCGH, 08/2026), einmaligAusfallrate im Rechenzentrum 1,36 %/Jahr (Backblaze 2025); Stürze und Hitze verkürzen sie deutlichGünstig je TB, schnell, offline sobald abgesteckt, keine laufenden KostenMuss von Hand angesteckt werden — oder bleibt dran und ist dann nicht offline; empfindlich gegen Stoß und Diebstahl
    NAS (Netzwerkspeicher)Gehäuse plus Platten; laufender Strom — Preise je nach Ausstattung, hier bewusst nicht beziffertWie Festplatten; RAID ersetzt kein Backup, es schützt nur vor dem Ausfall einer PlatteAutomatisch für alle Geräte im Haus, Versionsverlauf, SnapshotsSteht im selben Haus, hängt im selben Netz — Brand und Ransomware treffen es mit. Braucht selbst eine Kopie außer Haus
    Cloud-SpeicherBackup-Objektspeicher ab 6,95 US-$ je TB und Monat (Backblaze B2, 09/2026); Verbraucher-Clouds je nach TarifAnbieter verantwortet Hardware; Ihr Risiko ist das Konto (Kündigung, Sperre, Passwort)Automatisch außer Haus, kein Gerät, meist VersionsverlaufLaufende Kosten; Upload dauert bei Terabytes Tage; Daten liegen bei Dritten — verschlüsseln, Anbieter prüfen (BSI-Rat)
    USB-Stick / SD-KarteGünstig bei kleinen MengenFlash-Speicher ist für Jahre ohne Strom nicht gedacht; leicht zu verlierenWinzig, für einzelne wichtige Ordner, Schließfach-tauglichKein Ersatz für eine vollständige Sicherung, keine Versionierung
    Magnetband (LTO)Kassetten günstig je TB, Laufwerk teuer — für Privathaushalte unüblichFür Archive ausgelegt; LTO-10 fasst 30 TB nativ je Kassette (bis 75 TB komprimiert), 400 MB/sOffline per Definition, sehr große Mengen, lange ArchivierungLaufwerk und Software für Betriebe; langsamer Zugriff auf einzelne Dateien
    RAID ist kein Backup

    Ein NAS mit zwei gespiegelten Platten (RAID 1) übersteht den Ausfall einer Platte. Es übersteht nicht: versehentliches Löschen (wird sofort mitgespiegelt), Ransomware (verschlüsselt beide Platten), Blitzschlag (trifft das Gehäuse), Diebstahl (nimmt das Gehäuse mit). RAID ist Verfügbarkeit, Backup ist Wiederherstellbarkeit — Sie brauchen beides oder wenigstens das zweite.

    Netzwerk-Switch mit vielen orangefarbenen Patchkabeln und grün leuchtenden Port-Anzeigen

    Cloud: die bequemste Kopie außer Haus — mit zwei Haken

    Für die dritte Kopie ist die Cloud für die meisten Haushalte die praktischste Lösung: Sie läuft nachts von selbst, sie liegt automatisch an einem anderen Ort, und sie kostet bei einem Terabyte weniger als ein Kinobesuch im Monat. Der erste Haken ist der Erst-Upload: Mit einem typischen Heimanschluss dauern mehrere Terabyte Tage bis Wochen. Der zweite ist das Konto — wer Passwort und Zwei-Faktor-Gerät verliert oder wessen Konto gesperrt wird, verliert die Kopie. Das BSI empfiehlt, die Seriosität des Anbieters vorab per Suchmaschine zu prüfen, und weist darauf hin, dass man bei Hersteller-Clouds nicht immer weiß, wie und wo verschlüsselt wird. Wer sensible Daten sichert, verschlüsselt sie deshalb vor dem Upload selbst.

    Bordmittel: Dateiversionsverlauf (Windows), Time Machine (Mac), Android und iPhone

    Sie müssen nichts kaufen, um anzufangen. Jedes verbreitete Betriebssystem bringt eine Sicherung mit, die Versionen aufhebt:

    • Windows — Dateiversionsverlauf: Sichert Bibliotheken (Dokumente, Bilder, Videos, Musik), Desktop und beliebige weitere Ordner automatisch auf eine externe Platte oder ein Netzlaufwerk und hebt ältere Versionen auf. Einschalten unter Systemsteuerung → System und Sicherheit → Dateiversionsverlauf, Laufwerk wählen, „Einschalten". Dazu bietet Windows die „Windows-Sicherung" für Einstellungen und Ordner in OneDrive — das ist eine Cloud-Synchronisation, keine Versionssicherung im engeren Sinn.
    • Mac — Time Machine: In macOS eingebaut; nach dem Anschließen einer externen Platte fragt das System, ob es sie als Backup-Volume nutzen soll. Time Machine sichert stündlich, verdichtet zu Tages- und Wochenständen und lässt Sie in jedem Ordner in der Zeit zurückgehen. Wer die Platte danach absteckt, hat automatisch ein Offline-Backup.
    • Android — Google-Backup: Einstellungen → Google → Sicherung: App-Daten, Kontakte, SMS, Anrufliste, Einstellungen und (mit Google One) Fotos werden automatisch gesichert, wenn das Gerät lädt und im WLAN ist. Fotos landen zusätzlich über Google Fotos in der Cloud — dort gilt aber: gelöscht ist nach Ablauf des Papierkorbs gelöscht.
    • iPhone — iCloud-Backup: Einstellungen → [Ihr Name] → iCloud → iCloud-Backup → „Dieses iPhone sichern". iCloud sichert täglich automatisch, sobald das iPhone am Strom, gesperrt und im WLAN ist. Alternativ sichern Sie per Kabel auf Mac oder Windows-PC — dann liegt die Kopie zu Hause und nicht beim Anbieter.

    Alle vier Bordmittel erledigen Kopie 2. Für Kopie 3 außer Haus brauchen Sie entweder die Cloud oder eine zweite Platte, die Sie regelmäßig tauschen.

    Kleiner USB-Stick aus Metall steckt seitlich in einem silbernen Laptop

    Versionierung und Aufbewahrung

    Ein Backup ohne Versionen ist ein Spiegel — und ein Spiegel zeigt auch den Schaden. Wenn ein Trojaner Ihre Dokumente am Dienstag verschlüsselt und die Sicherung am Dienstagabend läuft, haben Sie am Mittwoch zwei verschlüsselte Kopien. Deshalb hebt eine gute Sicherung mehrere Stände auf: die letzten Tage einzeln, die letzten Wochen wöchentlich, die letzten Monate monatlich. In der Fachsprache heißt das Generationenprinzip oder „Großvater-Vater-Sohn".

    Wie viel Platz das kostet, hängt davon ab, wie viel sich täglich ändert. Fotoarchive ändern sich fast nur durch Zuwachs, dann bleibt der Aufschlag klein. Wer viele Dokumente bearbeitet oder große Projektdateien speichert, braucht mehr. Der Planer oben rechnet mit einem Faktor von 1,5 für „einige Wochen zurück" und 2,2 für „mehrere Monate" — Erfahrungswerte, keine Naturkonstanten. Die Gegenprobe: Schauen Sie nach einem Monat, wie voll das Sicherungsmedium ist, und passen Sie den Faktor an.

    Eine Aufbewahrungsfrist hat auch eine zweite Seite: Was Sie loswerden wollen — alte Steuerunterlagen nach Ablauf der Fristen, Daten Dritter, die Sie nicht mehr brauchen — muss auch aus den Sicherungen verschwinden. Wer Backups nie ausdünnt, hat irgendwann ein Archiv, das er nicht mehr überblickt.

    Der Wiederherstellungstest — das eigentliche Backup

    Die Zahl, die in der Bitkom-Umfrage am meisten alarmiert, ist nicht die der Nicht-Sicherer. Es ist diese: Nur 18 % der Befragten wissen, wie sie Daten aus ihrem Backup wiederherstellen. Vier von fünf haben also — im besten Fall — eine Sicherung, mit der sie im Ernstfall nichts anfangen können. Das BSI formuliert die Anforderung nüchtern: „Sie müssen sicherstellen, dass Sie die Daten auch ab- bzw. wiedereinspielen können." Und in den Ransomware-Maßnahmen für Betriebe: Die Planung zur Wiederherstellung „sollte auch einem Praxistest unterzogen werden, um Komplikationen und Herausforderungen in der Rücksicherung bereits vor einem Ernstfall zu erkennen."

    Für zu Hause reicht ein Ritual: Einmal im Quartal — der Planer schlägt mindestens jährlich vor — eine zufällige Datei aus dem Backup an einen anderen Ort zurückholen und öffnen. Einmal im Jahr etwas Größeres: einen ganzen Ordner, oder bei Time Machine und Dateiversionsverlauf die Wiederherstellung einer Datei aus einem Stand von vor drei Monaten. Dabei fallen die Klassiker auf: die Platte, die seit Monaten „fast voll" ist und die Sicherung längst abgebrochen hat; das Passwort der verschlüsselten Sicherung, das niemand mehr kennt; der Ordner, der nie im Sicherungsumfang war.

    „Eine Sicherung, aus der noch nie jemand etwas zurückgeholt hat, ist keine Sicherung, sondern eine Hoffnung."Faustregel dieser Seite — die „0" in 3-2-1-1-0 steht für null Fehler beim Wiederherstellen.

    Ransomware: warum das Backup offline sein muss (BSI-Empfehlungen)

    Ransomware sucht sich nicht nur das Laufwerk C:. Sie verschlüsselt alles, was der angemeldete Benutzer beschreiben kann — Netzlaufwerke, das NAS, die dauerhaft angesteckte USB-Platte, und über Synchronisations-Clients auch den Cloud-Ordner. Deshalb nennt das BSI in seinen Top-10-Ransomware-Maßnahmen Backups „die wichtigste präventive Maßnahme" und wird konkret: „Die Daten müssen in einem Offline-Backup gesichert werden. Diese Backups werden nach dem Backupvorgang von den anderen Systemen des IT-Netzes getrennt." Umsetzen lässt sich das laut BSI mit getrennt gelagerten Bändern, in einem separaten Archiv mit physischem Zugang — oder in einem Cloud-Speicher, der vom eigenen Netz vollständig getrennt ist. Und: Die Trennung soll regelmäßig geprüft werden.

    Für Privathaushalte heißt „offline" ganz praktisch:

    • Platte abstecken. Sichern, auswerfen, ins Regal. Das BSI rät Verbraucherinnen und Verbrauchern ausdrücklich, das Speichermedium außerhalb des Sicherungsvorgangs vom Rechner zu trennen, damit Schadsoftware oder Defekte die Kopie nicht beschädigen.
    • Versionsverlauf in der Cloud. Wenn der Trojaner die synchronisierten Dateien überschreibt, müssen Sie auf einen älteren Stand zurückkönnen. Prüfen Sie, wie lange Ihr Anbieter Versionen aufhebt — und ob die Wiederherstellung für tausende Dateien auf einmal praktikabel ist.
    • Getrennte Zugangsdaten. Das Backup-Ziel (NAS-Freigabe, Cloud-Bucket) sollte nicht mit dem Passwort erreichbar sein, mit dem Sie täglich arbeiten. Manche Programme und Cloud-Anbieter bieten „unveränderliche" Ablagen, die für eine Frist niemand löschen kann — auch nicht Sie selbst.
    • Zwei Wechselplatten. Die klassische Lösung für Kopie 3: Zwei Platten im Wechsel, eine liegt immer woanders. Sie ist gleichzeitig offline und außer Haus — zwei Anforderungen mit einem Gerät.
    Warum der Planer Versionsstände verlangt

    Die Auswahl „Nur den letzten Stand" ist im Planer bewusst die schlechteste Option: Sie deckt Hardware-Ausfall und Brand ab, aber nicht Ransomware und nicht das eigene Versehen von letzter Woche. Mit „Einige Wochen zurück" steigt der Speicherbedarf um die Hälfte — und die Sicherung wird gegen die zwei häufigsten Verlustursachen überhaupt erst wirksam.

    Ihr Backup-Plan in 6 Schritten

    Datenmenge feststellen

    Speicherübersicht des Systems öffnen, Fotos auf dem Handy nicht vergessen. Zahl oben in den Planer eintragen.

    Kopie 2 einrichten

    Externe Platte mit dem errechneten Volumen, Bordmittel einschalten (Dateiversionsverlauf, Time Machine). Nach dem Sichern abstecken.

    Kopie 3 außer Haus wählen

    Cloud-Backup mit Versionsverlauf — oder zweite Wechselplatte, die bei Verwandten oder im Büro liegt und monatlich getauscht wird.

    Rhythmus festlegen

    Privat wöchentlich, bei laufenden Projekten täglich, im Betrieb täglich und automatisch. Termin in den Kalender — Automatik, wo immer möglich.

    Handy einbeziehen

    iCloud- oder Google-Backup aktivieren und prüfen, ob die Fotos wirklich enthalten sind. Zusätzlich gelegentlich per Kabel auf den Rechner ziehen.

    Wiederherstellung üben

    Quartalsweise eine Datei zurückholen, jährlich einen Ordner. Ergebnis und Datum notieren — das ist die einzige Zahl, die im Ernstfall zählt.

    Jetzt Ihre Zahlen einsetzen

    Datenmenge, Wachstum, Versionsstände — der Planer zeigt Speicherbedarf und Kosten je Variante. Ohne Anmeldung, ohne Übertragung.

    Zum Planer

    FAQ

    Häufige Fragen zur Datensicherung

    Was ist die 3-2-1-Regel?

    Drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien, davon eine Kopie außer Haus. Das Original zählt als erste Kopie. Die Regel deckt die drei häufigsten Verlustursachen ab: defekte Hardware, versehentliches Löschen und Schäden am Standort wie Brand, Wasser oder Diebstahl. Das BSI empfiehlt zusätzlich, eine Kopie offline zu halten, also nach der Sicherung vom Rechner zu trennen.

    Reicht nicht eine externe Festplatte?

    Nein. Eine dauerhaft angeschlossene Festplatte wird von Verschlüsselungstrojanern mit verschlüsselt und ist bei Blitzschlag, Brand oder Diebstahl mit weg. Sie ist besser als nichts, ersetzt aber keine zweite Kopie außer Haus. Das BSI rät, das Sicherungsmedium außerhalb des Sicherungsvorgangs vom Rechner zu trennen und räumlich getrennt aufzubewahren.

    Wie oft sollte ich sichern?

    So oft, wie Sie Arbeit verlieren dürfen. Wer täglich sichert, verliert höchstens einen Tag. Für die meisten Privathaushalte reicht wöchentlich, für Betriebe mit laufender Buchhaltung sollte es täglich und automatisch sein. Das BSI formuliert es so: Wie oft nötig ist, hängt davon ab, wie oft Sie Ihren Rechner nutzen.

    Wie viel Speicher brauche ich für eine Sicherung?

    Mehr als Ihre heutige Datenmenge. Rechnen Sie das Wachstum über die nächsten fünf Jahre ein (bei 25 Prozent pro Jahr verdreifacht sich die Menge fast) und einen Aufschlag für aufbewahrte Versionsstände, typischerweise Faktor 1,5 bis 2,2. Der Planer auf dieser Seite rechnet das für Ihre Zahlen aus.

    Ist Cloud-Backup sicher?

    Als Kopie außer Haus ist die Cloud praktisch, weil sie Brand, Wasser und Diebstahl abdeckt und automatisch läuft. Sie ersetzt aber nicht die lokale Kopie: Ein gekündigtes Konto, ein Anbieterausfall oder ein Trojaner, der die synchronisierten Dateien überschreibt, treffen die Cloud-Kopie ebenso. Das BSI rät, die Seriosität des Anbieters vorab zu prüfen und wichtige Daten zusätzlich verschlüsselt abzulegen.

    Warum muss ein Backup offline sein?

    Weil Ransomware alles verschlüsselt, was sie erreichen kann, auch Netzlaufwerke und angesteckte Platten. Das BSI nennt das Offline-Backup die wichtigste präventive Maßnahme gegen Ransomware: Die Sicherung wird nach dem Sicherungsvorgang von den anderen Systemen getrennt. Privat heißt das: Platte nach dem Sichern abstecken, oder eine Cloud mit Versionsverlauf nutzen, bei der überschriebene Dateien wiederherstellbar bleiben.

    Was ist der Unterschied zwischen Backup und Synchronisation?

    Synchronisation spiegelt den aktuellen Zustand: Löschen oder verschlüsseln Sie eine Datei, ist sie kurz darauf auch in der Kopie gelöscht oder verschlüsselt. Ein Backup hält ältere Stände fest, aus denen Sie zurückgehen können. Cloud-Ordner wie eine Foto-Synchronisation sind bequem, aber nur dann ein Backup, wenn der Dienst einen Versionsverlauf oder Papierkorb mit ausreichender Frist bietet.

    Speichert diese Seite meine Eingaben?

    Nein. Der Planer rechnet vollständig in Ihrem Browser. Es gibt keine Cookies, kein Konto, keine Übertragung an einen Server. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

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    Quellen (alle abgerufen am 10.09.2026)
    1. Backblaze: Drive Stats for 2025 — Jahresausfallrate 1,36 % (2024: 1,55 %, Laufzeit 1,30 %), 344.196 Laufwerke; veröffentlicht 12.02.2026
    2. Backblaze: Drive Stats for Q1 2026 — Quartalsrate 1,24 %, 341.263 Laufwerke; veröffentlicht 09.07.2026
    3. BSI: Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025 — 950 angezeigte Ransomware-Angriffe, 80 % KMU, 119 Schwachstellen/Tag (+24 %); Berichtszeitraum 01.07.2024–30.06.2025, veröffentlicht 12.11.2025
    4. BSI: Top 10 Ransomware-Maßnahmen — Offline-Backup als wichtigste präventive Maßnahme, Praxistest der Rücksicherung
    5. BSI: Datensicherung — wie geht das? — Medien, räumliche Trennung, Voll-/inkrementelle/differenzielle Sicherung, Wiederherstellbarkeit
    6. BSI-Pressemitteilung zum World Backup Day, 30.03.2026 — „nur ein Fünftel der Internetnutzerinnen und -nutzer legen regelmäßig ein Backup an" (Cybersicherheitsmonitor 2025); Medien an einem anderen Ort aufbewahren, Anbieter prüfen
    7. Bitkom: Ein Drittel verzichtet auf Backups — 33 % ohne Backup, 45 % regelmäßig, 20 % Datenverlust, 18 % können wiederherstellen; 1.186 Befragte, 08.02.2024
    8. PC Games Hardware: Speicherpreise August 2026 — Festplatten 33–52 € je TB, +129 % gegenüber der Zeit vor der Speicherkrise
    9. Backblaze B2 Cloud Storage: Pricing — ab 6,95 US-$ je TB und Monat (Stand 09/2026)
    10. LTO Program: LTO-10 — 30 TB nativ (Variante 40 TB), bis 75 TB komprimiert, 400 MB/s
    11. Microsoft Support: Sichern und Wiederherstellen mit Dateiversionsverlauf
    12. Apple Support: Mit Time Machine ein Backup eines Mac erstellen · Backup des iPhone erstellen
    13. Google Android-Hilfe: Daten auf einem Android-Gerät sichern oder wiederherstellen
    Die Fünf-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit (≈ 6,6 %) ist eine eigene Überschlagsrechnung aus der Backblaze-Jahresrate und gilt nur unter Rechenzentrumsbedingungen. Modellrechnungen des Planers sind als solche gekennzeichnet; diese Seite ersetzt keine IT-Beratung.

    Bildnachweis: Hero: Markus Spiske, „External hard drive connected laptop" (CC0 1.0) · Quelle · Festplatten: Shixart1985, „Three external hard drives are stacked on a wooden table" (CC BY 2.0) · Quelle · Netzwerk: SparkFunElectronics, „Server Room" (CC BY 2.0) · Quelle · USB-Stick: Shixart1985, „Usb flash drive on a laptop closeup" (CC BY 2.0) · Quelle. Grafiken zur 3-2-1-Regel: eigene Werke.